Matthaeus 24,35
Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen
Als Gott den Menschen erschuf, erschuf er ihn nach seinem heiligen Abbild und weilte unter ihm. Aber noch heute möchte Gott unter uns verweilen. Sein Wille ist es, das wir Ihn betrachten, Ihn allein verehren und dadurch nach seinem Bild verwandelt werden (2. Kor 3,18), denn seine Heiligkeit hat keine Gemeinschaft mit der Sünde. Vor der Grundlegung der Welt, hat Gott uns auserwählt, dass wir heilig und tadellos vor ihm in Liebe sein sollten. Für sich selbst hat Gott, nach dem Willen seines Wohlgefallens, uns zur Sohnschaft durch Jesus Christus vorbestimmt (Eph 1,4-5). Dass der Mensch überhaupt befugt ist, sich von seiner Unreinheit zu reinigen, verdanken wir dem Blut Jesus Christus, denn ohne Blutvergiessen gibt es keine Vergebung (Hebr 9,22). So wären wir ständig von dem heiligen Gott getrennt, wenn wir in der Naturellen Stellung geblieben wären.
Aber der Mensch entschied sich für die Sünde und trennte sich von Ihm. Ein sündhafter Mensch kann also nicht in die Gemeinschaft Gottes treten, sondern bleibt in der Gemeinschaft der Sünde. Eine Gemeinschaft, die ein Leben der Selbstbeherrschung über alle Dinge beinhaltet.
Der westliche Wohlstand ermöglicht ihm, ein unbeschwertes Leben zu führen, in dem er versucht seine Sorgen selbst zu überwältigen; deswegen brauchen sie Gott nicht. Sie verleugnen aber, dass sie des Wohlstands wegen Gott nicht brauchen, oder aus zich anderen Gründen, die jeweils immer ihren Ursprung in der Eigenmächtigkeit haben. Es zeugt aber an Stärke sich vor dem HERRN zu beugen, trotz all dieser Verblendung der Welt, in der man mit Mühe sein Leben so formen kann wie es einem gefällt. Sie erkennen aber nicht, um welche Existenz sich unser HERR bemüht, nämlich um eine Existenz in Ewigkeit, geborgen in seinem Schoss, erfüllt mit seiner Liebe. Eine Liebe, mit der uns kein Mensch erfüllen könnte. Wir alle haben das Bedürfnis geliebt zu werden, werden aber oft enttäuscht wenn wir, weil wir lieben, nicht geliebt werden. Diese Art der Liebe ist egoistisch und nicht selbstlos. Eine selbstlose liebes Beziehung unter Menschen ist nur möglich, wenn sie auf Gottes reiner und selbstloser Liebe aufgebaut ist. ( Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat. (1. Johannes 4,19)
Wie kann ein Mensch heilig sein, wenn er mit seiner eigenmächtigen Natur auf seinem eigenen Thron sitzt – hoch erhoben über seinem Nächsten, in schweigsamer, trügerisch bescheidener Form, gleich der Absicht des Teufels.
(Jesaja14.12-14)
„Und du, du sprachst in deinem Herzen: "Zum Himmel will ich hinaufsteigen, hoch über die Sterne Gottes meinen Thron erheben, und mich niedersetzen auf den Versammlungsberg im äußersten Norden. 14 Ich will hinauffahren auf Wolkenhöhen, mich gleichmachen dem Höchsten“
Dieses Erheben über Gott bedeutet, dass das reine Herz, das die Liebe zu seinem Vater beinhaltet, in keiner Hinsicht mehr vorhanden ist, denn der Hochmut ersetzt die Liebe zu Gott. Der Mensch gleicht solange er nicht im Geist erfüllt ist einem Tier. Ein Tier, das sich der Befriedigung des Fleisches hingibt und eine Genugtuung durch Erfüllung seiner Bedürfnisse empfindet. Der Geist erfüllte Christ aber, stellt seine Bedürfnisse nicht in den Mittelpunkt seines Lebens, sondern hört auf die Bedürfnisse seines Vaters, die geistlicher Natur sind, jene, die der Mensch nicht zu erdenken vermag, denn der Mensch wird nicht heilig geboren. Was sind Gottes Bedürfnisse? Was sind Gottes Massstäbe?
(3.Mose 20,26 Elb. 1905)
„Und ihr sollt mir heilig sein (1), denn ich bin heilig (2), ich, Jehova; und ich habe euch von den Völkern abgesondert (3), um mein zu sein (4)“
Erstens verlangt Gott von uns heilig, zu sein. Zweitens seine Erklärung warum. Drittens durch sein heiliges Gesetz nahm er sein Volk aus der Sünde der Nationen, um es zu seinem Eigenen zu machen. Auch heute möchte Gott nicht, dass wir Teilnahme an den weltlichen Gesinnungen haben. Und viertens; nur so wird eine Beziehung mit Gott ermöglicht, wenn wir keine Freude an dem Vergnügen der Welt haben, sondern uns völlig dem hingeben, was Gott uns durch sein Wort geboten hat, nämlich dass wir uns von der Welt absondern. Ein Gebot, das wenn wir folgsam dem nacheifern und in die Tat umsetzen, uns ein segensreiches, erfülltes Leben schenkt. Dies bedarf ein reines Herz, das durch ein geistliches Wachstum gestärkt wird und somit der Kampf in den himmlischen Örtern siegreich enden kann und wir nicht mehr weiterhin hin und her straucheln, wie wir einst in der Finsternis wandelten. (Eph.6.10-12)
„Übrigens, Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. 11 Ziehet an die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr zu bestehen vermögetwider die Listen des Teufels. 12 Denn unser Kampf ist nicht wider Fleisch und Blut, sondern wider die Fürstentümer, wider die Gewalten, wider die Weltbeherrscher dieser Finsternis, wider die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Örtern“
5.1 Gottes Massstäbe
Die durch Moral, Ethik und Erfahrung erworbenen Massstäbe möchte der Mensch in seinem Dasein zur Geltung bringen, ohne zu wissen, dass die errungenen, moralischen Werte, alleine dem Wort Gottes zu verdanken sind. Man glaubt Felsenfest, der Mensch sei „gut“ geboren.
Später im 19. Jahrhundert hat der Humanismus die christliche Apologetik zu einem christlichen Humanismus gedrängt und somit dem Wort Gottes, das Recht zur Anerkennung seines Verdienstes an "Sittlichkeit" in der Gesellschaft genommen. Wiederum ein Akt der Selbstkrönung des Menschen über seinen Schöpfer. Eine Selbstkrönung die bis heute tief in uns verwurzelt ist und die zur Degradierung Gottes führte; sprichwörtlich Ihn zu vergessen. Aber in Erkenntnis ( im Geist ), dass der Mensch sündhaft ist, werden Gottes Massstäbe einem so offenbart, dass man der Verblendung der Welt entkommen kann, indem man mit klarem Verstand, den gescheiterten Versuch des Menschen sich selbst zu beherrschen wahrnimmt.
Ohne Gottes Ordnung, erfüllt mit seinem Geist, sind wir nicht dazu befähigt, die Sünde zu meiden. Wir brauchen immer eine Richtlinie, die uns die Grenzen des Handelns, des Denkens und des Betrachtens gibt. Es liegt nicht in unserem Naturell, dass wir selber über das entscheiden könnten, was das Beste für uns sei. Das nach eigenem Wunsch zielgerechte Handeln führt meistens zu einer Ratlosigkeit, wenn das erreichte Ziel, sich doch nicht als dieses offenbart, welches die Sehnsucht nach Ruhe und Friede stillt. Nun mal mehr muss man eingestehen, sich getäuscht zu haben. Schon allein nur durch Jesus Christus ist solch eine Ruhe zu finden, so wie er es in uns in seinem Wort verheissen hat (Matthäus 11,28)